Sibirien und ich. Der erste Kontakt.

Flughafen KrasnojarskNach einer kurzen Nacht bin ich heute Morgen um 9.40 Uhr in Krasnojarsk gelandet. Der Flughafen ist sehr… Naja, er ist eigentlich genau so wie er auf dem Bild rechts aussieht. Es gibt zunächst einmal viiiiiiiiiiiiiiiiiele Bäume (soweit das Auge reicht) und der Flughafen an sich macht einen recht überschaubaren Eindruck. Insgesamt konnte ich neben unserem vielleicht 10-15 andere Flugzeuge ausmachen. Es gibt ein einziges Terminal / Gate, das vielleicht halb so groß ist wie die Passkontrolle am Flughafen Sheremetyevo in Moskau, an dem ich gestern Nacht noch gewesen bin.

Ich kam also an und wurde auch gleich von zwei jungen Leuten, die sich mir als Sergej und Viktoria vorstellten, empfangen. Als ich mich mit meinem gebrochenen Russisch abmühte, meinte Sergej nur lässig „Ey, du kannst ruhig Deutsch mit mir reden„, während er gleichzeitig mit Viktoria auf Russisch plauderte (Später stellte sich heraus, dass Sergej Deutscher, aber auch Russisch Muttersprachler ist und ebenfalls an der Sommerschule teilnimmt. Puhh, Glück gehabt. Ich hatte nämlich schon kurz Panik bekommen, dass ich der mit dem am Abstand schlechtesten Russisch sein würde! 😉 )

Im Laufe der nächsten Minuten fand sich noch ein Großteil der anderen Kursteilnehmer ein und es gab die ersten Kollateralschäden: Das Gepäck von Jeanette, Michael und Marius war nicht mit ihnen zusammen angekommen. Der nächste Flug aus München kommt jedoch erst morgen früh. Marius nahm es gelassen: „Das war auch schon bei meiner letzten Russland Reise so, der kommt schon noch an„.

Im Anschluss ging es mit einem Kleinbus in die Stadt. Der Anblick reichte dabei von blassgrünen Hängen mit scheinbar bunt durcheinandergewürfelten Bebauungen über große Waldstücke bis hin zu monströsen Plattenbausiedlungen. Das Bild oben ist übrigens ein Blick aus dem Fenster unseres Wohnheimes (aber leider nicht aus meinem).

Die Teilnehmer, die ich bisher kennengelernt habe, machen alle einen sehr netten Eindruck. Wir sind, so wie die Stadt irgendwie auch, ein buntzusammengewürfelter Haufen. Die meisten machen Jura, aber neben mir sind auch noch ein paar andere vollkommen fachfremde mit dabei. Bei den Russisch Kenntnissen verhält es sich genauso. Einige sind Muttersprachler und haben überhaupt keine Verständnisprobleme, andere stammeln sich so wie ich durch die Welt und ein paar können sogar noch kein einziges Wort Russisch. Es bleibt also spannend.

Jetzt ist erst einmal ankommen und entspannen angesagt. Heute abend wollen wir zum Essen in die Stadt gehen und uns ein bisschen besser kennenlernen und morgen früh um 8 steht dann auch schon die erste Vorlesung auf dem Plan!

Ps.: Auf der Herfahrt lief im Radio unter anderem eine Auswahl von Modern Talking – die sind hier scheinbar immer noch voll angesagt; in einem Einkaufszentrum habe ich das bombastischste Knoblauchbrot aller Zeiten gegessen (in Deutschland würde der Standbesitzer vermutlich wegen Errgung öffentlichen Ärgernisses durch die von seinem Produkt ausgehende Geruchsbelästigung verklagt werden!); und als „Schmankerl“ des Tages gibt es heute auch kein warmes Wasser. Das soll sich morgen ändern. So sagte man uns zumindest…

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