Peking in Bildern

Und da war sie auch schon wieder vorbei, meine Zeit in Peking. Diese Woche habe ich so viel gesehen, unternommen und erlebt (und das Internet war zu schlecht), als dass ich einzelne Beiträge zu meinen täglichen Unternehmungen hätte machen können. Nach einem kurzen Rückblick in Worten versuche ich das nun nachzuholen und euch wieder mit vielen Bildern einen Ausschnitt meiner (kleinen) Reise durch die Hauptstadt Chinas zu zeigen!

Geschichten aus der Bahn
Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich wie bereits angekündigt in einem Zug in die Innere Mongolei. Draußen vor dem Fenster ziehen malerische Felsformationen und Landschaften vorbei, wie man sie sonst nur aus der National Geographic oder chinesischen Filmen kennt. (Ich habe versucht ein paar Schnappschüsse zu machen, allerdings fahren wir ständig durch Tunnel, ich sitze im Gang und habe in jede Richtung noch zwei andere Leute sitzen und wenn ich dann doch mal abdrücken konnte, hatte ich meistens irgendein Signalschild auf dem Bild.)
Im Zug hingegen herrscht geschäftiges Treiben. Zum einen Betreiben die Bahnangestellten eine Art Basar. Konkret heißt das: Es werden Fertigessen, Wasser, Süßigkeiten, Eis und Handyladestationen von fahrenden Händlern angeboten. (Seit ca. eine Stunde wuselt eine besonders motivierte Schaffnerin in meinem Abteil herum und verkauft vermeintliche mongolische Spezialitäten für umgerechnet 1,25€ á drei Packungen (Süßigkeiten aus getrockneter Buttermilch, wenn ich das richtig verstanden habe, sowie verschiedene Knabbereien aus Fleisch und Innereien)). Zum anderen nutzen die armen Teufel, die ein Zugticket ohne Sitzplatz gekauft haben, jede Möglichkeit, einen – wenn auch nur kurzzeitig – freigewordenen Platz zu besetzen und sich so eine Verschnaufpause zu gönnen. Außerdem ist rechts hinter mir eine Familie mit einer kleinen Tochter. Ich weiß nicht, ob es auf Kurzsichtigkeit der Eltern, einen fiesen Bekannten oder einfach nur Gleichgültigkeit zurückzuführen ist, aber auf jeden Fall hat die Kleine ein Spielzeug, was eine ca. 10 Sekunden lange, nervtötende Melodie von sich gibt, wenn man es anschaltet. Und Oma schien es auch nicht für notwendig zu erachten, einzugreifen, als das Ding schon über eine halbe Stunde am Stück rumdudelte. Mittlerweile ist es zum Glück wieder aus, was die Grundlautstärke im Zug, zu der die Kleine trotzdem noch gut mit beiträgt, wenigstens etwas gesenkt hat. (Ps.: Eine Ergänzung nachdem ich angekommen bin: Das Teil ging noch mehrmals an während der Fahrt und es gab sogar noch ein Zweites, allerdings habe ich nach einer besonders nervtötenden Phase festgestellt, wie die Oma das Spielzeug mit einem erleichterten Seufzer ausschaltete, als ihre Enkelin endlich eingeschlafen war. Es war also gut, dass ich nicht gefragt hatte, ob man das Ding nicht ausschalten könnte! 🙂 ) Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt, was mich in der Inneren Mongolei erwartet! Die Landschaften draußen steigern meine Vorfreude zumindest schon einmal sehr! 🙂
Blick aus dem Fenster. (1)
Blick aus dem Fenster. (2)
Blick aus dem Fenster. (3)
Blick aus dem Fenster. (4)
Blick aus dem Fenster. (5)
Geschichten aus dem Bahnhof
Von dem was jetzt kommt, habe ich leider kein Bild machen können, da ich etwas in Eile war und Angst hatte, meinen Zug zu verpassen (5 Minuten vor Abfahrt saß ich drin, war zeitlich wirklich etwas eng). Allerdings war ich mal wieder platt: Zunächst einmal machte der Bahnhof einen GIGANTISCHEN Eindruck auf mich – und dabei bin ich noch nicht einmal vom Hauptbahnhof abgefahren! Ich hatte das Gefühl, der Flughafen Berlin Schönefeld könnte allein in die Vorhalle passen und die Menschenmassen, die dort rumwuselten, waren mit sicher um einiges größer als die in besagtem Flughafen (und das am Morgen um 10.30 Uhr). Außerdem gab es mal wieder strengste Sicherheitsvorkehrungen: Am Eingang muss man sein Ticket und Ausweis vorzeigen (Bahntickets werden in China nur gegen Vorlage von Pass oder Ausweis verkauft und sind darum eindeutig zuordenbar), dann durch die Sicherheitsschleuse + Gepäck Durchleuchtung, vor dem entsprechenden Wartesaal noch einmal das Ticket zeigen und am Zug steht dann an jedem Eingang noch ein letztes Mal ein Beamter, der kontrolliert, das alles seine Richtigkeit hat.

Hauptgebäude vom Bahnhof Peking West.
Hauptgebäude vom Bahnhof Peking West.

Geschichten aus dem Taxi
Mein Taxifahrer auf dem Weg zum Bahnhof ließ den Russen, der mich in Krasnojarsk zum Flughafen gebracht hatte, wie den bravsten Fahranfänger aussehen. Hier nur einmal zwei Höhepunkte der Fahrt: wir haben einen Krankenwagen im Einsatz geschnitten und als wir versuchten einen Bus von rechts, auf der Fahrradspur zu überholen, und dieser dann kurzerhand reinzog, um an seiner Haltestelle anhalten zu können, verfluchte ihn mein Fahrer und hupte dazu noch wie wild. Zu meiner eigenen Verteidigung muss ich dazu sagen: ich war zwar in Eile, aber ich habe ihn nicht angestiftet so zu fahren oder extra aufs Gas zu treten! 😀

Geschichten von leeren Akkus und frühem Aufstehen
An meinem vorletzten Tag in Peking habe ich es endlich in die verbotene Stadt geschafft! Nachdem ich dort den gesamten Tag verbracht habe, ging ich im Anschluss noch in den direkt daneben liegenden Jingshan Park, von wo aus man den mit Abstand besten Ausblick über ganz Peking hat! Leider – wie immer in solchen Situationen – war genau dann mein Akku alle. Doch ich musste dieses Panorama einfach haben! Darum bin ich heute, an meinem letzten Tag, extra noch einmal um 6 Uhr in der Früh aufgestanden, zu besagtem Park gefahren und habe die folgenden Fotos geschossen (und ich würde sagen, es hat sich gelohnt)! 🙂

Ausblick Richtung Norden bzw. auf die Verbotene Stadt.
Ausblick Richtung Norden bzw. auf die Verbotene Stadt.
Ausblick Richtung Süden.
Ausblick Richtung Süden.
Das alte und das neue Peking.
Das alte und das neue Peking.

Peking in Bildern

In der Metro.
In der Metro.
Vor dem Nordtor der Verbotenen Stadt.
Vor dem Nordtor der Verbotenen Stadt.
Auf den Pfaden des Himmelskaisers.
Auf den Pfaden des Himmelskaisers.

Bronzeverzierung in der Verbotenen Stadt

Das größte Bildhauerei-Erzeugnis Chinas (oder der ganzen Welt?).
Das größte Bildhauerei-Erzeugnis Chinas (oder der ganzen Welt?). Der Stein wiegt über 200 Tonnen und wurde über mehrere Jahre aus einem kleinen Gebirge bei Peking in die Stadt transportiert. Der Transport dauerte deshalb so lange, weil der Stein nur im Winter bewegt werden konnte: man übergoss den Weg vor dem Stein mit Wasser, ließ ihn vereisen und zog ihn anschließend weiter (ich möchte nicht wissen wie viele Rinder dazu nötig waren).

Eine Hälfte der berühmten Drachenwand in der Verbotenen Stadt.

Auf einem Nachtmarkt.
Auf einem Nachtmarkt.
Abends im Beihai Park.
Abends im Beihai Park.
Fressmeile Shichahai. (1)
Fressmeile Shichahai. (1)
Fressmeile Shichahai. (2)
Fressmeile Shichahai. (2)
Sichuaner 'Trockentopf' (da kommt Vorfreude auf Chengdu auf)! :)
Sichuaner „Trockentopf“ (da kommt Vorfreude auf Chengdu auf)! 🙂 (1)
 Sichuaner 'Trockentopf' (da kommt Vorfreude auf Chengdu auf)! :) (2)
Sichuaner „Trockentopf“ (da kommt Vorfreude auf Chengdu auf)! 🙂 (2)
Geschichten vom 'kopflosen Mao' lauschen...
...und gemeinsam mit ihm feiern! Das war in einem Künstlerviertel im Nordwesten Pekings. Hier gibt es, wie man sieht, durchaus auch kritischere Werke, als man normalerweise in öffentlichen Ausstellungen finden kann!
Die Halle des Erntegebets - der persönliche Tempel des Kaisers in der Himmelstempel Parkanlage.
Die Halle des Erntegebets – der persönliche Tempel des Kaisers in der Himmelstempel Parkanlage. Ein einmaliges Bauwerk, das komplett aus Holz und ohne einen einzigen Nagel errichtet wurde.

Ps.: Bin natürlich gut in Hohot angekommen, habe sehr interessante Eindrücke bekommen (das Bild mit dem Sonnenuntergang war übrigens mein erster Blick auf die Stadt, aber dazu werde ich erst etwas im nächsten Post schreiben 😉 ) und auch schon das mongolische Nationalgetränk, vergorene Stutenmilch, probiert! Die Bildunterschriften schaffe ich heute auch nicht mehr, ist schließlich schon halb 2 und ich will jetzt nur noch ins Bett. Damit erst einmal bis hierhin und bis die Tage! 🙂

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