Ich bekenne, …

…, dass ich aufhören sollte, Versprechen über neue Blogeinträge abzugeben.

Wieder einmal ist ein Jahr vergangen, wieder einmal habe ich die aus dem Auslandsjahr noch ausstehenden Erlebnisse nicht zu Papier gebracht und wieder einmal halte ich an der Hoffnung fest, dies hoffentlich doch noch irgendwann zu tun. Je länger ich warte, desto mehr muss ich schließlich darum fürchten, dass mir die Erinnerungen endgültig entgleiten und gleichzeitig wird die Liste an „würdigen Themen“ immer länger. Bevor ich allerdings in Gedanken schwelge und mich in den hintersten Winkeln und Verwindungen meines Hirns auf die Suche nach Erinnerungsfetzen begebe, möchte ich euch (wer auch immer ihr sein mögt [Kommentare sind stets willkommen 🙂 ]) kurz auf den aktuellen Stand der Dinge bringen.

Zwischen dem Tag meines letzten Beitrags und heute liegen um die 17 Prüfungen, meine Bachelorarbeit und verschiedene Auslandsaufenthalte. Aktuell warte ich noch auf die Eintragung der letzten Note und sobald dies geschehen ist, darf ich endlich mein Zeugnis beantragen und offiziell einen akademischen Grad führen. Doch nicht nur bei mir stehen in diesem Jahr große Ereignisse an: Im Frühjahr hatte sich Franz mit der Qualifikation für die Olympischen Spielen in Rio de Janeiro einen Kindheitstraum erfüllen können. Da ich mir den (bis jetzt) größten Wettkampf seiner sportlichen Karriere unter keinen Umständen entgehen lassen wollte, reiste ich mit meinen Eltern Anfang August nach Brasilien. Teils aus Naivität (á la das wird schon nicht so weit sein), teils aus einem wenn-nicht-jetzt-wann-dann Gedanken heraus, machte ich auf dem Rückflug einen „kleinen“ Umweg über New York. Kaum in Deutschland angekommen, begannen auch schon die Vorbereitungen für die nächste längere Reise: Seit Anfang September bin ich in Peking und arbeite im Projekt der Deutsch-Chinesischen Umweltpartnerschaft der GIZ.

Die Zeit rennt – insbesondere, wenn man gut beschäftigt ist. Zwei Wochen sind seit meiner Ankunft bereits vergangen und ständig hat mich irgendetwas fest im Griff; wenn es nicht der Arbeitsalltag ist, dann sind es die organisatorischen Pflichtaufgaben, die am Anfang eines jeden Auslandsaufenthaltes stehen. Ein chinesischer Feiertag „verschärfte“ in dieser Woche die Situation zusätzlich: Der sogenannte Mittherbst wird nach dem chinesischen Mondkalender traditionsgemäß am 15. Tag des 8. Monats begangen, was in diesem Jahr dem 15. September entsprach. Da ich es etwas vermessen fand, in meiner zweiten Arbeitswoche einen Urlaubstag zu beantragen, den Freitag zu überbrücken und wegzufahren, hatte ich nichts Besonderes geplant. Dank einer glücklichen Fügung und der Großzügigkeit meiner Vorgesetzten kam jedoch wieder einmal alles anders: Nachdem sich am Montag einige Überstunden angesammelt hatten (und am Freitag ohnehin niemand aus meinem Team da gewesen wäre), bekam ich einen Ausgleichstag.

Den Dienstagabend verbrachte ich fieberhaft damit, ein passendes Ausflugsziel zu finden. Sprich, einen Ort, der innerhalb innerhalb von vier Tagen bereist und besichtigt werden kann, für den es eine Unterkunftsmöglichkeit und vor allem Zugtickets gibt – etwas, das während chinesischer Feiertage alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Letzten Endes entschied ich mich für Jinan, die Hauptstadt der Shandong Provinz, welche in Reichweite einer rund 90-minütigen Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug südlich von Peking gelegen ist. Was es dort zu sehen gibt und wie es mir gefallen hat, lest ihr im nächsten Artikel! 🙂

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