Freizeitpark und Ureinwohner Dörfer

Formosa Aboriginal Culture VillageAm Sonntag hatte ich mit meiner Freundin zusammen mal wieder einen kleinen Ausflug vorgenommen. Dafür standen wir 6.30 Uhr auf und fuhren mit dem Bus nach Nantou, der zentralsten und einzigen Provinz Taiwans, die nicht ans Meer angrenzt.

One PieceBeim Aussteigen fiel mir zunächst etwas auf, was wohl jeden „nicht Asiaten“ ins Staunen versetzt hätte: Der Park ist zum Einen Freizeitpark, zum Anderen Ausstellungsort verschiedener indigener Dörfer und deren Kultur, was soweit noch nicht sooo ungewöhnlich ist. Allerdings steht der GESAMTE Park irgendwie auch unter dem Motto „One Piece„, was eine sehr populäre japanische Anime-Serie ist (Für diejenigen die mit dem Begriff nicht vertraut sind: das sind diese japanischen Trickfilme die oft Nachmittags im Fernsehen laufen 😉 ). Das heißt im Klartext, dass man mit unter am Wegesrand auf Nachbauten einer Ureinwohnersiedlung stieß, und davor Werbeplakate oder gar Souvenier-Shops besagter Serie vorfand.

Aber wie gesagt, für den asiatischen Besucher stellt das keinerlei Besonderheit dar, darum fand ich mich auch einfach damit ab.

Formosa Aboriginal Culture VillageDie ersten Stunden verbrachten wir damit die diversen Achterbahnen, „Bootsschaukeln“ und sonstigen Attraktionen abzuklappern. Da sich dabei oft nicht so effektiv fotografieren lässt, habe ich viel gefilmt und werde mal sehen, ob ich das fertig geschnittene Video auch in den nächsten Tagen hier einbringen kann. Im Anschluss gab es Mittag im „One-Piece-Restaurant“. Aber,… ok, wie hat meine Deutschlehrerin früher immer gesagt? „Fang stets mit dem Guten an!“

Essen Formosa Aboriginal Culture VillageOk, also:
– man hat sich wirklich viel Mühe gegeben mit der Einrichtung. Alles war genau im Stil der Serie – selbst das Essen

und jetzt das was nicht so gut war:
– wir mussten eeeeewig anstehen, für das Essen
– das Essen war teuer
– als wir dann endlich unser Essen hatten, und einen Tisch suchten, gab es natürlich keine freien Plätze mehr, allerdings waren bestimmt 10 Tische nur mit ein oder zwei Personen besetzt, die dann jeweils in Grundschulkindermanier vorgaben: „Ihr könnt euch hier nicht hinsetzen, ich halte hier für meine Freunde frei“ woran ich dann immer in Gedanken anhängte: „Ja, meine Freunde die noch ganz am Ende der Schlange stehen!“
– es war nicht schlecht, aber auch nicht besonders lecker
– die Serie hat mittlerweile eine Vielzahl verschiedener Ab- und Vorspänne. Dieser Fakt ist entweder an besagtem Restaurant vorbei gegangen, oder aber man besitzt keine Lizenzrechte für diese. Also durften wir in den rund 1,5 Stunden die wir dort verbrachten ununterbrochen die selben ZWEI Lieder hören 🙁

Egal, wir hatten Hunger und fanden auf die Schnelle auch keinen anderen Ort zum Essen. Als wir fertig waren, setzte aber spontan der Regen ein, weshalb wir uns in ein naheliegendes Gebäude flüchteten und dort warteten bis der Regen nachließ.
Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zur Seilbahn und klapperten dabei noch ein paar kleinere Attraktionen ab. Mit der Bahn ging es dann also auf den Berg hinauf (wobei diese Beschreibung recht ungenau ist, denn in Nantou sind einfach mal überall Berge, und man ist stets von ihnen umgeben). Unterwegs konnten wir aber eine tolle Aussicht genießen, auf Palmenwälder in der Ferne, weitere Berge, und die nachgebauten Ureinwohnerstätten, die unter uns durch das Laubdach hervorstießen.

Sonne-Mond-See von oben„Oben“ angekommen, machten wir uns gleich auf den Weg zu einer anderen Seilbahn, welche uns über zwei weitere Bergketten zum Sonne-Mond-See bringen sollte. Auch hier bot sich uns wieder ein toller Ausblick, denn auch wenn ich den See zuvor schon mehrfach besucht hatte, so war es doch das erste Mal, dass ich ihn von oben, nämlich aus der Seilbahn, betrachten konnte.

Formosa Aboriginal Culture VillageAls wir wieder mit den Füßen auf festem Boden standen, suchten wir uns am Ufer ein kleines Cafe und genossen die Sonne, die kurz rausgekommen war. Ich betone noch einmal: KURZ rausgekommen war. Denn es dauerte nicht lange, bis es wieder wie aus Eimern zu schütten anfing. Also beeilten wir uns zurück zur Seilbahn zu kommen, und dann ging es wieder zurück in den Park. Dort nutzten wir dann die verbliebene Zeit noch durch die Stätten der Ureinwohner zu spazieren, was ihr aber auch besser auf den Fotos selbst anschaut, und dann ging es zurück zum Bus und wieder nach Hause.
Insgesamt war es ein schöner, aber auch erschöpfender Tag! Fotos gibt es natürlich auch ein paar, und (hoffentlich) bald auch ein Video!

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