Die große Mauer und die Verbotene Stadt

Am 3. Tag hat uns Albi engültig geschafft, die Große Mauer hat teilweise solche hohen Stufen, dass man nur unter größter Anstrengung die kurzen Teilstücken von Wachturm zu Wachturm schafft. Ich jedenfalls. Martha scheint keine Waden zu besitzen und Albrecht ist durchtrainiert. Meine Oberschenkel brennen. Dafür wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt.große mauer (2)

Wir haben hinuntergeschaut und uns vorgestellt, wie die Boten auf ihren Pferden angeritten kamen und was es wohl für Schlachten gab. Es war schon ein beeindruckendes Gefühl, auf diesem berühmten Bauwerk zu laufen. Der Mauerabschnitt, den wir besucht haben, ist der weniger überlaufene und landschaftlich schönere bei Mutianyu. Man kann sehr weit die Mauer sehen, die sich wie ein großer Lindwurm in der Landschaft bis zu den höchsten Bergen schlängelt.große mauer (1)große mauer (4)Zur Halbzeit auf dem einen trutzigen Wachturm mit meterdicken Wänden gab es Brot und Käse, von uns im Koffer nach China „geschmuggelt“. Runter ging es per Sommerrodelbahn made in Germany. Ist das nicht witzig?große mauer (3)

Nachmittags ging es noch gefühlte 50 km durch die einstige Verbotene Stadt.verbotene stadt (1)Warum verboten, fragte Martha. Weil unter den kaisergelb glasierten Dächern nur der Kaiser hier wohnte, zusammen mit Kaiserin, Konkubinen, Zofen und Eunuchen, wohl mehr als Eintausend Personen. Niemand anderes durfte hinein. Der Bau der riesigen Anlage begann in der Ming- Zeit, zwischen 1406 und 1420. Durch das Haupttor gelangt man zu den 3 gewaltigen Thron- und Audienzhallen, rot und goldfarbig gehalten, herrliche Deckenmalereien und mit vielen schmückenden Drachen, den Symbolen des Kaisers. Wie viele Arbeiter, Künstler und Steinmetze diese sehr filigranen Verzierungen und Figuren aus Holz und Metall und Stein gebaut haben, das mag ich mir lieber nicht vorstellen. Und immer wieder diese hohen Schwellen, mal aus Holz, rot bemalt, mal aus Gold. Und immer neue Malereien, verschnörkelt in grün, blau, rot und gold. Ich bin beeindruckt von so viel klassisch- chinesischer Baukunst.verbotene stadt (2)Und das Gelände scheint kein Ende zu nehmen. Dazwischen überall riesige messingfarbene Kessel, die Wasser enthielten, um bei den vielen Holzbauten mögliche Brände schnell löschen zu können. Unvorstellbar, dass von hier aus nur ein einziger Mensch das ganze riesige Land beherrscht hat.
Wir laufen weiter bis zu einer Anhöhe, wo ein kleinerer Tempel steht und von wo aus wir einen herrlichen Blick über die Stadt Peking und die Verbotene Stadt haben. Man erahnt die Weite dieses Landes, eines Landes, das größer ist als ganz Europa.verbotene stadt (3)Im Fußboden eingelassen ist eine goldfarbige große Platte, wo uns Albi erklärt und vorliest, dass wir genau im geographischen Zentrum des alten Pekings stehen, das absolut symmetrisch in Nord- Süd Richtung steht.
Abends essen wir in einem feinem Restaurant echte Pekingente, der Küchenchef entscheidet, dass wir auch den Kopf essen dürfen. Mit Schnabel. Wir sind begeistert!!!Pekingente (1)Pekingente (2)

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