Der Mensch ist DOCH gut!

Das ist jetzt wohl so einer der Momente, an die ich gedacht hatte, als ich diesen Blog angefangen habe zu schreiben. Deshalb schreibe ich ihn dieses Mal unmittelbar nach dem Erleben auf, wo er noch „frisch“ ist:

Ich bin vor rund 50 Minuten aufgebrochen, auf der Suche nach etwas zum Abendbrot. Da ich nicht zu weit laufen wollte, und es mich nach Jiaozi (餃子) gelüstete, ging ich in eines der der am nächsten gelegenen Restaurants.

An dieser Stelle ein kleiner Einschub: ich gehe nicht allzu häufig dorthin, nicht weil es nicht schmeckt, sondern eben einfach so. Letztes Mal (vor 4 Tagen), bastelte ich dort, während ich auf das Essen gewartet habe, an einem meiner Weihnachtsgeschenke: einem Aureliostern. Interessiert fragte man, was das denn werden solle, und wie sonst auch immer, wenn ich dort Essen gehe, hatte ich einen kurzen Small Talk mit den Besitzern und Mitarbeitern. Ich erwiderte damals nur, dass ich das nächste Mal zeigen werde, wie denn das Resultat aussehen sollte.

Zurück zur Handlung: nun war ich also auf dem Weg dorthin, im Gepäck ein paar Blätter zum falten für den nächsten Stern (12 Stück falten sich nun einmal nicht von allein) und mein kleiner „Beispielstern“, an dem ich gern mal etwas ausprobiere.
Man freute sich sehr, und spontan lud man mich zum Essen ein – und das reichlich. Das war schon einmal die erste positive Überraschung des Abends. Danach unterhielten wir uns noch ein bisschen, und man erkundigte sich, wo ich denn eigentlich wohnen würde. Als ich mich erklärte, aber auch sagte, dass ich gerne umziehen würde, in ein günstigeres Zimmer, gab man mir auch gleich die Adresse eines Gebäudes, an dem ich jeden Tag auf dem Weg zur Schule vorbeilaufe, das noch besser gelegen ist, als mein derzeitiger Wohnort, und wo außerdem noch weniger Autos vorbei fahren, und wo jedes Zimmer (so sagte man mir zumindest) eine bessere Ausstattung habe, als es in meinem derzeitigen Wohnheim der Fall ist. Telefonnummer gab es auch noch gleich dazu. Das war Nummer 2.

Als sich dann das Gespräch (wie so oft hier 😉 ) meinem Alter zuwendete („Du warst 20, richtig?“ – „Nein, aber am Samstag werde ich 20!“ – „Wirklich?! Weihnachten?! Ich habe am Sonntag Geburtstag!!!“), bekam ich dann gleich noch die Information, dass man mir einen Kuchen backen werde, und mich auch sonst noch zu „soooooooooo köstlichen Leckerein“ einladen wolle – und die Tatsache, dass die Besitzerin einen Tag nach mir Geburtstag hat, fand ich dann auch amüsant.

Und das alles ist mir nur passiert, weil ich mich ein paar Mal nett unterhalten habe…! Dazu konnte ich nur noch sagen: schön! 🙂 Und ging mit einem Lächeln wieder nach Hause.

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