Andrès Besuch in Taiwan – Teil 2

Ja, da war er dann plötzlich da, mein Besuch aus Deutschland!…

Vorbereitend hatte ich mit den Verantwortlichen meines Wohnheim ausgehandelt, dass er auch dort schlafen konnte, und war dafür schon aus meinem eigenen Zimmer aus- und in eines der 2-Personen Zimmer im 5. Stock eingezogen und ich muss sagen: Das Zimmer ist der Wahnsinn!!! Von wegen Studenten hausen in winzigen Zimmern in irgendwelchen Wohnheimen! Dieses Zimmer erinnert viel eher an ein *** Hotel in Deutschland. Warum? Es ist groß, geräumig, die Betten und Bettdecken hatten selbst für europäische Maßstäbe Überlänge (für mich eine wahre Wohltat, dass die Füße sogar mal wieder gleichzeitig AUF der Matratze und UNTER der Bettdecke lagen – während meine Beine gestreckt waren), es gibt (was hier extrem selten ist!) TEPPICH, einen Flachbildfernseher knapp so breit wie der Abstand zwischen meinen nach links und rechts ausgestreckten Händen (im Zusammenspiel mit meinem Laptop und einem HDMI-Kabel hervorragend für Filmabende im Kino-Stil geeignet 😉 ), einen kleinen Kühlschrank, eine sehr leise und leistungsstarke Klimaanlage, ein großes Bad mit fehlerfreier Duschen-Tür, die Küche mit dem Wasserspender ist nur bequeme 10 Meter entfernt (was sich gut macht, da man aus der Leitung ja kein Wasser trinken sollte) – also kurz: das Zimmer hat alles was das Herz begehrt, und ist somit sehr zufriedenstellend! Wenn ich jemanden hätte, der mit mir da wohnen würde – ich würde wahrscheinlich immernoch darin wohnen!

Die „elementaren Vorraussetzungen“ für eine gute Zeit waren also gegeben! (Wenn man sich abends gut erholen kann, kann man tagsüber auch viel machen – klingt logisch, oder? 😉 )

Zunächst einmal: Was hatten wir für Vorstellungen von seiner Zeit hier?
Nun, von meiner Seite aus: ich hatte ja die ersten 3 Wochen von Andrès Aufenthalt hier noch Schule, dementsprechdend befürchtete ich, dass vielleicht Langeweile auftreten könnte. Unter der Woche hatte ich daher geplant ihn so viel Zeit wie möglich mit den Kanuten verbringen zu lassen, am Nachmittag/ Abend dann mit mir etwas zu unternehmen, und am Wochenende dann auch mal an andere Orte zu verreisen – oder eben feiern zu gehen. 😉

Was kam Ende raus?
Das Ergebnis war ein Urlaub, den es so in keinem Reisebüro zu kaufen gibt! Denn Andrè hat einen „ganz normalen“ Monat hier verbracht, erfahren wie die Menschen sind, was das Leben hier ausmacht – stundenlanges miteinander quatschen in einem der zahllosen kleinen Restaurants, tropisches Obst und Gemüse statt westlichen Süßigkeiten, Tees in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, das Gewusel auf den Nachtmärkten, traumhafte Landschaften, eine uralte Kultur neben einer hochtechnologisierten Moderne….das heißt er hat den normalen Alltag kennen gelernt, und durch viele taiwanische Freunde war es uns außerdem vergönnt Dinge zu sehen oder zu erleben, die der Durchschnittstourist so wohl nicht zu sehen bekommt.
Und Langeweile kam zum Glück auch nicht auf! (Was ich mir in diesem Land aber auch nur schwer vorstellen kann!)

Während ich in der Schule war, trainierte er entweder mit den anderen Kanuten oder erkundete Taichung auf eigene Faust – oder genoss die Vorzüge eines Urlaubs (ja, ausschlafen muss schließlich auch mal sein!!! 🙂 ) Abends ging es entweder weiter mit Training, oder wir erkundeten die kulinarischen Köstlichkeiten Taiwans – entweder auf den Nachtmärkten oder aber bei wahrhaften „Fressgelagen“ (verzeiht den Ausdruck, aber das Essen ist einfach so lecker!) in diversen Restaurants. An den Wochenenden und in der letzen Woche, wo ich frei hatten, besuchten wir unter anderem Tainan, Shuili, Puli, den Sonne-Mond-See, Lugang, Keelung und natürlich auch die Hauptstadt Taipei.

Wir sind also doch noch gut dazu gekommen herumzureisen, und haben auch viel gesehen! Über einen Teil davon möchte ich im nächsten Beitrag berichten. Diesen findet ihr hier!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.